Let love take away all this pain

Pitel 1

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„Endlich raus aus den Rummel! Jetzt gehts zum Claire's!", rufe ich durch die Menschenmenge. „Jajaa.., ich weiss es doch. Wir sind ja schon unterwegs", grinst Ale mir entgegen. Wir laufen zusammen die Strasse runter und bleiben bei meinem Lieblingsladen stehen. „Wolltest du nicht erst zum New Yorker?", schaut sie mich überrascht an. „Neee.., Claire's ist mir im Moment wichtiger." Hand in Hand voller Vorfreude springen wir in den Laden und beginnen den Laden zu inspizieren. Kaum laufe ich an den ersten Ständern vorbei, entdecke ich auch schon die neuen Ringe, mit Totenköpfen beschmückt. Es gibt nichts schöneres als Emo-Style. „Schau mal Apfeltorte, hier sind sogar neue Farben von Ketten, endlich, jetzt haben wir ne Pinke Kette gefunden. Is ja mal gaail!", betrachtet sie die Kette mit glänzenden Augen. „Omg!! Und Daaas.. Schauu mal!"

Nach etlichen Stunden verlassen wir den überfüllten Laden und setzen uns erst einmal auf eine Bank. „Boah.. Ich hab vier Taschen gefüllt – soviel habe ich gekauft..", bemerke ich erst nach einer Weile. „Und ich drei", lachend schauen wir uns an. „Das hab ich echt mal wieder gebraucht.. Wie gehts eigentlich deinem Dad?", fragt mich Ale, nach einer Weile des Schweigens. „Ich weiss nicht. Er ist immer noch in der Psychiatrischen Klinik in Hamburg", schaue ich etwas traurig gen Boden. Ale legt einen Arm um mich. „Wenn du reden willst, ich bin immer für dich da, okey? Ich nicke nur stumm. Jedesmal, wenn sie dieses Thema angesprochen hat, blieb ich stumm oder gab einfach keine Antwort. Es ist einfach ein Thema, über das ich nicht sprechen kann. Ich weiss, dass ich meiner besten Freundin alles anvertrauen kann. „Weisst du.. es ist schwierig darüber zu sprechen. Ich habe Angst, dass du mich dann vielleicht nicht mehr magst und ich will dich echt nicht verlieren! Ausser meiner Mutter bist du für mich die einzige Vertrauensperson", bei jedem Wort wird meine Stimme leiser. Dann verstumme ich ganz und schaue zu Boden. „Schatzii.. du bist meine beste Freundin, das weisst du! Um nichts in der Welt möchte ich dich verlieren. Ich will dir helfen, egal was passiert!", ihre Stimme beruhigt mich und bringt mich dazu, endlich mal aus mir rauszugehen. Eine Träne sucht ihren Weg zu meinem Kinn, worauf mich Ale sofort in den Arm nimmt. „Er ist in dieser Klinik zur Therapie, weil er sich das Leben nehmen wollte!", den Kloss in meinem Hals, der sich gerade aufbauen wollte, schlucke ich runter und fahre flüsternd fort. „Er hat sich erst betrunken und wollte sich dann ritzen..und im letzten Moment hat er den Krankenwagen selbst gerufen. Mir hat niemand etwas gesagt. Ich habe es erst nach drei Wochen erfahren, dass er in der Klinik ist und das ist erst eine halbe Woche her." Ich schaue in ihr Gesicht. Ihre Augen verraten mir ihre momentanen Gefühle. Sie sind gefüllt mit Schock, Angst und Trauer. Mitfühlend streicht sie mir ein Haar aus dem Gesicht. Wieder nimmt sie mich in den Arm. „Es ist schwierig, etwas dazu zu sagen. Mein Onkel hat dasselbe gemacht, deshalb weiss ich, was das bedeutet, aber ich bin immer für dich da, egal was ist, okey??", behutsam streichelt sie mir über den Hinterkopf. Ich bin froh, dass ich es ihr endlich sagen konnte. Ein grosser Stein ist von meinem Herzen gefallen. Wir stehen auf und bewegen uns Richtung Bus und Tram, wo wir dann einsteigen und nach Hause fahren. Der Tag war wunderschön und aufregend, da ich ja nach einem halben Jahr endlich wieder ins Claire's - meinen Lieblingsladen - durfte. Dass ich jetzt Ale alles erzählen konnte, hat mir sehr gut getan..

„Claudi! Steh endlich auf, wir gehen gleich zum Bahnhof!", meine Mutter rüttelt mich wach und öffnet danach die Fensterläden. Ich öffne verschlafen die Augen. Plötzlich schnalle ich, was sie gesagt hat und springe sofort auf... „Wie bitte?? Bahnhof? Warum Bahnhof?" Sie lacht mir entgegen und erklärt: „Je te présente ta nouvelle école." Das ist öfters so. Ihre Muttersprache ist Französisch, also spricht sie mit mir diese hässliche Sprache. „Welche neue Schule?", schaue ich sie empört an. „En français, ma fille." „Quelle nouvelle école?", frage ich genervt ein zweites Mal. „Siehst du dann.., ich habe dir doch gesagt, wenn ich dir etwas auf français sage und du antwortest auch in dieser Sprache, spreche ich wieder almand, ansonsten pas..", meint sie. Etwas neugierig, wegen der neuen Schule oder was es auch immer sein soll, begebe ich mich ins Bad und beginne mich zu stylen. Hoffentlich ist das nicht so eine doofe Franz Schule, sonst werde ich gleich wieder abhauen!

„Viens, ma fille! Mach schnell bitte, wir verpassen noch den Zug!", ruft Mutter von der Haustür nach oben. „Ja ich komm ja schon, mein Piercing klemmt", ich renne nach unten, ziehe meine Chucks an und springe ins Auto. „Ich hör Musik keine Störungen bitte..", ich drücke mir die Ohrstöpsel in die Ohren und beginne die Musik zu hören.. Ich liebe dieses Lied. Es ist mein Lieblingslied von Howie Day: Perfect Time of Day. „It's the perfect time of day.. it's the last day of your life.. why your heart is racing?", ich summe weiter das Lied vor mich hin.. „Was singst du??", meine Mutter schaut nach hinten. Ich ziehe den einen Ohrstöpsel raus und schaue sie fragend an. „Was hast du gesagt?" „Was singst du vor dich hin?", fragt sie mich mit einem empörten Gesichtsausdruck. Ich ziehe eine Augenbraue in die Höhe "darf ich etwa nicht!?" Sie zieht eine Schnute, dreht sich wieder um und konzentriert sich auf die Strasse. Am Bahnhof angekommen, sucht sie einen Parkplatz.

„Wann kommt den endlich dieser doofe Zug?", ich schaue auf die Uhr unf sitze genervt auf eine dieser Bänke. „Er kommt schon noch." Das Lied, dass ich vorhin gehört habe, läuft mir nach.. „It's the perfect time of day.. it's the last day of your life.. why your heart is racing? Mhmmmm..." Meine Mutter dreht sich um. Schämt sie sich etwa für mich? Ich war noch nie gut mit ihr befreundet.. Okey.. Wer ist schon mit seiner Mutter befreundet? Sie intressiert mich nicht, mit ihren blöden Sprüchen und ihrem geplapper. Ich vertraue ihr nicht. Als ich ihr mein grösstes Geheimniss anvertraut habe, was jetzt kein Geheimniss mehr ist, hat sie es einfach meiner Tante und allen weitererzählt, obwohl sie mir versprochen hatte, es niemandem zu sagen. Aber so ist das halt, wenn man das Vertrauen missbraucht. Ich versuche nur mit ihr auszukommen, weil ich noch nicht 18 bin. Und da ich erst 15 bin, muss ich ja irgendwie mit meiner Mum auskommen. Aus ihrer Sicht bin ich sowieso eine Rebellin. Das akzeptiert sie genau so wenig, wie meine Lehrerin. Die steckt doch mit ihr unter einer Decke, aber was solls.. „Sorry, kann ich mich hierhin setzen?", jemand schreckt mich aus meinen Gedanken auf. Ich sehe in zwei rehbraune Augenkugeln. Es ist ein Junge, etwa in meinem Alter..... Ein Emo, genau wie ich. Mein Herz rast schneller! Er lächelt mich mit einem fragenden Ausdruck in den Augen an und ich lächle zurück. Erst als ich mich wieder gefasst habe, erinnere ich mich, dass er mir ja eine Frage gestellt hat. „Ehm.. klar kannst du dich hierher setzen, sorry, war grad in Gedanken.", schaue ich ihn etwas perplex an. Er legt seine Tasche neben sich und betrachtet meine Mum. Soll ich ihn nach seinem Namen fragen? Immerhin sehe ich hier in Zürich kaum Emos rumlatschen, darum war ich eben auch so verzaubert. Ich bin hier fast der einzige Emo. Immer wieder werfe ich einen Blick auf sein wunderschönes Gesicht. Es scheint mir, als habe er sehr weiche Haut. Sie ist ein bisschen gebräunt und seine Frisur ist voll der Wahnsinn!!! Vielleicht hat er sich absichtlich neben mich gesetzt.Villeicht bin ich auch der erste Emo, den er sieht. Bei dem Gedanken muss ich schmunzeln. Er trägt ein weisses Shirt mit Jack, dem berühmten Totenkopf darauf.. Mein Jack! Ich liebe ihn heiss, denn er ist sooooooooooooooooooo knuffig.. Er trägt ebenfalls, wie ich, eine schwarze Jeans und zwei von diesen geilen Nietengürteln. Ein Paar Schmuckstücke um Finger und Arm. Wie fast jeder Emo Boy ist er natürlich geschminkt, schwarz umrandete Augen - traumhaft braune sogar, der perfekte Boy! Mr. Right für mich! Ich lächle vor mich hin.. „Wie heisst du eigentlich?", fragt er mich total schüchtern.

22.10.07 10:34
 


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